Echte Herausforderungen beim Nordberliner „Zugspitz“-Lauf.
Um die eigenen körperlichen Grenzen auszuloten und maximalen Nervenkitzel zu erleben, müssen viele Sportler vom höchsten Gebäude der Welt springen oder Achttausender besteigen.
Finisher des Nordberliner „Zugspitz“-Laufs am 21.6.2026 hatten dies nicht nötig. Sie hatten das gesamte Spektrum an Endorphinausschüttung direkt vor der Haustür.
Der Nordberliner „Zugspitz“-Lauf entwickelt sich zu dem härtesten Berglauf Berlins.
Der härteste Gegner bei diesem Lauf ist die Strecke: 4 Anstiege auf die Lübarser-Höhe pro Runde – und 3 Runden müssen für die Königsstrecke über 12 Kilometer absolviert werden.
Der zweite, nicht minder harte Gegner, weicht den Läufer*innen nicht von der Seite: der innere Schweinehund.
Dann kommt in den letzten Jahren das Wetter hinzu. Es schwankt zwischen extremer Hitze im letzten Jahr und Unwetter in diesem Jahr.
Und dennoch ist es ein Lauf für „Jedermann/frau“.
Von den Bambinis über die Schülerinnen und Schüler der Altersklassen W/M4 bis hin zu den Seniorinnen und Senioren der W/MÜ75 sind nahezu alle Generationen an der Startlinie vertreten.
Welch hohen Stellenwert der „Zugspitz“-Lauf für die Nachwuchsarbeit der Vereine besitzt, zeigen eindrucksvoll die großen Teilnehmerfelder der Waldorfschule Märkisches Viertel und des TSV Tempelhof-Mariendorf.
Ebenso unterstreichen die zahlreichen Staffelteams den besonderen Reiz der Veranstaltung: Hier steht nicht nur die sportliche Leistung im Mittelpunkt, sondern vor allem die Freude am gemeinsamen Lauferlebnis.
Rennsplitter – was geschah auf der 12km-Strecke.
Coenraad Snyman (SCC) ging mit gehörigem Rückenwind an den Start, hatte er doch schon zuvor im April beim Steinbergparklauf 2026, über die Stunde – der Heavy Hour – den 2. Platz belegt.
Auch Christaopher Ehlers war, als Vorjahressieger beim Lauf durch den Volkspark Rehberge, kein unbeschriebenes Blatt.
Jan-Malte Auswitz war hingegen der große Unbekannte.
Alle drei Läufer lieferten sich über zwei Runden ein Kopf-an-Kopf-an-Kopf-Rennen: Erst die letzte Runde brachte die Entscheidung. Coenraad Snyman (SCC) vor Jan-Malte Auswitz und Christopher Ehlers.
Erstmalig in die Siegerliste beim „Zugspitz“-Lauf eintragen, konnte sich Fini Sturm (Ruder-Club-Havel Brandenburg e.V.).
Elisa Bongiovanni ließ alle äußeren Widerstände hinter sich und verpasste auf Platz 2 nur knapp die Unter-1Stunde-Marke.
Das man mit Durchaltewillen allen Umständen trotzen kann und die persönliche Bestzeit um vier Minuten verbessern kann, bewies Hosung Jung und wurde mit dem 3. Platz belohnt.
Rennsplitter – was geschah auf der 8km-Strecke.
Den schweren Bedingungen trotzten mit hervorragenden Leistungen Jesper Weser (SV Preußen Berlin), Ludger Paschen (Regensburg) und Jiliano Joao.
Ein Novum in unserer Laufgeschichte ist, dass der 1. und 2. Platz, zwischen Sabrina Reinhold und Jana Schütte (fast zeitgleich), mit nur 0,7 Sekunden Unterschied vergeben wurde. Maricel Fitzek konnte ihre persönliche Bestzeit um 8 Minuten verbessern und errang Platz 3.
Rennsplitter – was geschah auf der 4km-Strecke.
Die „S“-Distance war zugleich ein Wertungslauf des Jugendpokal des Berliner Leichtathletik-Verbands.
Hier konnte Marcel Köhler-Roth (VL Lichtenrade) als Führende des Pokals in der U16 hinter Normen Badorrek, aber vor Alban Machet (Berliner SV 1892), ebenfalls Führender des Pokals in der U14 aufs „Treppchen“. Beide Jugendlichen haben schon beim Finale der Berliner Schulen das Podest erreicht.
Lindsey Lombardi konnte zum zweiten Mal in der Historie des „Zugspitz“-Laufs einen Sieg erringen.
Gefolgt von Romy Vollmar (SG Wasserratten) und Zoe-Marie Grundmann (Zehlendorfer TSV).
Rennsplitter – was geschah auf der 3x4km-Staffel-Strecke.
Absoluten Siegeswillen zeigte das SPOK-Team mit ihrem Start-Zielsieg. Das es auch bei den Staffeln spannend zugehen kann bewiesen Platz 2 (404 pace not found) und Platz 3 (TEAM ARNDT), die in der letzten Runde aufs „Treppchen“ liefen.

Eine Stunde – nicht mehr und nicht weniger!
Ihr habt es wieder geschafft! Wieder liegt die Heavy Hour hinter euch und ihr habt alles gegeben! Ihr seid den Berg an der Rodelbahn rauf

